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10
Apr

Sony schockiert Elektrobranche mit Rekordverlust

 Dem angeschlagenen Elektrokonzern Sony geht es immer Schlechter. Der Verlust für das Jahr 2011 sei, so das Unternehmen, mit 4,9 Milliarden Euro etwa doppelt so hoch ausgefallen wie erwartet. Als Grund wird hierfür die Steuerlast in den USA genannt. Für das Unternehmen ist das der vierte Jahresfehlbetrag in Folge und erschüttert das Vertrauen der Anleger in das einst dominierende Unternehmen in Asien.

Der neue Sony-Chef Kazuro Hirai verbreitet nun allerdings Hoffnung auf eine Trendwende. Im Seit April laufenden neuen Geschäftsjahr werde das Unternehmen etwa 7,1 Milliarden Euro verdienen, kündigte er an. Er kündigte außerdem an auch im Notfall nicht davor zurückzuschrecken, sich von unrentablen Geschäftsbereichen zu trennen. Medienberichten zufolge will Sony rund 10.000 seiner weltweit 170.000 Arbeitsplätze streichen.

Besonders das Fernsehergeschäft von Sony leidet unter dem Druck der koreanischen Konkurrenten wie Samsung oder LG. In der Sparte häufte Sony in den vergangenen zehn Jahren einen Verlust von 7,6 Milliarden Euro an. Analysten mahnten Hirai, der das Geschäft mit der Spielekonsole PlayStation erfolgreich machte, Sony-Produkte attraktiver und rentabler zu gestalten. "Um den Konzern wieder nach vorne zu bringen, muss Hirai Personal und Strukturen fördern, die innovative und wettbewerbsfähige Geräte entwickeln. Aber das wird schwierig, nachdem mit der Frühpensionswelle viele Talente das Haus verlassen haben", sagte Tetsuru Ii von Commons Asset Management. "Die alte Sony-Kultur ließ nur zu, die besten Produkte weltweit zu produzieren. Macht es nach dieser Logik Sinn, das TV-Geschäft weiter zu führen, wenn Sony damit nicht einmal in Japan Marktführer ist?", fragte er. Die großen japanischen Hersteller haben es mit TV-Geräten schwer. So fiel etwa der Verlust von Sharp mit 3,6 Milliarden Euro ebenfalls deutlich höher aus noch im Februar erwartet.

Dennoch trauen Fachleute Hirai zu, das Blatt bei Sony zu wenden, indem er das starke Unterhaltungsportfolio aus Musik und Kinokrachern wie Spiderman oder "Men in Black" besser ausschlachtet und mit den Geräten verbindet. Die TV-Geräte seien zentral für diese Strategie, hatte der Manager Erwartungen gedämpft, Sony werde in dem Geschäft auf den Aus-Knopf drücken. Zuletzt hatten sich die Japaner aus einem Gemeinschaftsunternehmen mit Samsung verabschiedet, um günstiger an TV-Panels zu kommen. Dem schwedischen Partner Ericsson kauften sie seine Hälfte am gemeinsamen Handybauer ab, um seine Position im Wettstreit mit Apple und den Koreanern zu verbessern. Hitai, der am Donnerstag seine Zukunftsstrategie erläutern will, erwägt zudem einen Einstieg in die Medizintechnik.

Quelle: Reuters



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